Die Garden

Die Aufgaben der Gardisten berühren sämtliche Tätigkeiten, die zum Wohle des Prinzenpaares und des Straupitzer Karnevals nötig sind. Ob bei Regen oder Sturm, bei Tag und in der Nacht, die Gardisten verrichten ihren "Job" mit solch einer Hingabe, dass oft genug private Dinge, während der fünften Jahreszeit, in den Hintergrund gedrängt wurden.

 

Der Elferrat

Die Elf besitzt historische Tradition, denn der Begriff Elferrat wurde im Zuge der Rheinischen Karnevalsreform 1823 eingeführt und stammt somit aus der Zeit der Besetzung der linksrheinischen Region durch Frankreich im Zuge der Französischen Revolution. Durch die damit verbundene französische Gesetzgebung erhielten die Bürger einige Rechte wie mehr Redefreiheit und Gleichstellung vor dem Gericht. Durch die anschließende preußische Vorherrschaft wurden den Bürgern diese Rechte wieder genommen.

Um auf die Gleichheit aller Menschen hinzuweisen, bediente man sich der Zahl ELF, die angeblich die Anfangsbuchstaben der Losung der Französischen Revolution symbolisierte und für die Gleichheit aller Menschen stand: „Égalité, Liberté, Fraternité“- übersetzt  Gleichheit, Freiheit, Brüderlichkeit“.

So gesehen verstand sich der Elferrat zu Beginn des Karnevals als ein Rat im bürgerlich-demokratischen Sinn, der sich unter der Narrenkappe formieren konnte. Der Grundstein für die Entstehung des elfköpfigen Rates war gelegt und konnte sich schnell zum charakteristischen Führungsgremium aller närrischen Vereine entwickeln. Durch die Aufgabenstellung im Elferrat, lernen die jungen  Männer, frühzeitig Verantwortung gegenüber Mitmenschen zu übernehmen. Pünktlichkeit und umsichtiges Handeln sind wichtige Charakterzüge im Elferrat.

Seit 2010 präsentiert sich der Straupitzer Elferrat in elegant weißen Anzügen, roten bestickten Hemden und einem weißem Schlips. Selbstverständlich darf die typische Narrenkappe nicht fehlen. Die Vereinsflagge ist beim Umzug natürlich auch dabei.

 

 

 

Die Prinzengarde

Die Prinzengarde begleitet das Prinzenpaar bei all seinen Auftritten und nehmen so die Aufgaben der Adjutanten wahr. Mit Gewehren oder Säbeln „bewaffnet“ marschiert die Prinzengarde durch die Straßen. In den Krieg ziehen sie aber nicht. Sie beschützen vielmehr das Prinzenpaar, oder besser: begleiten sie und verhelfen ihnen auch heute noch zu Ruhm und Ehre – allerdings auf humoristische Art und Weise. Ein Meilensteil in der Geschichte der Prinzengarde war die Einführung der schmucken grün- weißen Gardeuniformen im Jahre 2014. Die Uniformen sind angelehnt an das 18. Jahrhundert, fast eine Replik aus der österreichischen Kaiserzeit. Dreispitz, Uniformjacke, Rock und weiße Stiefel. Diese Uniform, ihr weißer Rock also mit den grünen Aufschlägen, den weißen Gardelitzen wurde teils preußischen, teils österreichischen historischen Mustern nachgebildet.

 

Die Funkengarde

Die Funken waren die alten Stadtsoldaten in Köln bis zum Einmarsch der Franzosen im Jahr 1794. Das Tanzmariechen ist eine  traditionelle Figur im Karneval und kam zunächst nur im Rheinland vor. Die typische Kleidung ist oft der Oberbekleidung an Uniformen aus dem 18. Jahrhundert angelehnt: Dreispitz, Uniformjacke, Rock und Stiefel. Unsere Funkengarde trägt als Accessoire Pompoms und heizt so unseren Zuschauern mit Schlachtrufen und Gesängen ein.

Funken findet man heute in nahezu jedem Karnevals-, Faschings- und Fasnachtsverein. Sie treten einzeln, paarweise mit oder zu mehreren in Tanzgarden natürlich zu typischer Gardemusik auf, mittlerweile auch zu modernerer, an traditionelle Musik angelehnter Musik. In der Formation geschieht dies teilweise mit Elementen aus dem Bodenturnen (Flickflack, Spagat etc), die eingefügt werden. Mittlerweile aber sind akrobatische Elemente bei den „Profis“ auch im Gardetanz üblich. Auch unsere Funken überraschen uns mittlerweile immer wieder mit fantastischen Funkentänzen die die Zuschauer atemlos machen und tosenden Beifall ernten. Darauf sind wir sehr stolz!

In der Fastnachtssession 2016 präsentieren wir Ihnen zum ersten mal unsere neue, kleine Gruppe "Die Mini-Funken" Wir freuen uns schon sehr auf ihren allerersten Auftritt.

 

Die Minifunken-Garde

Neu und noch nie dagewesen dürfen wir seit diesem Jahr voller Stolz unsere Minifunken-Garde präsentieren.

Nadine Guttke und Lisa Städter, beide auch im Vorstand des Fastnachtsvereins aktiv, sind ehrenamtlich als Trainerinnen der Schul-AG „Minifunken“ tätig. Durch Unterstützung der örtlichen Grundschule und reges Interesse der Schüler konnte eine Arbeitsgemeinschaft nach den Sommerferien 2015 aufgebaut werden. Unsere AG besteht zur Zeit aus 12 Mädchen der Klassen 2 – 6.

Heute trainieren wir einmal wöchentlich zu Gardemusik die typischen Elemente wie Flick-Fack und Can-Can-Schritte. Zukünftig sollen auch Showtänze im Repertoire aufgenommen werden, da wir über sehr engagierte Teilnehmer verfügen. Kleine öffentliche Auftritte konnten bereits erfolgreich und sehr stolz absolviert werden.

Hintergrund der AG ist, die Kinder mehr in unsere traditionsreiche Fastnacht einzubinden, Bräuche zu vermitteln und zur Förderung von Austausch zwischen Jung und Alt beizutragen. Der Spaß, die Technik beim Tanzen und das Gemeinschaftsgefühl sollen so außerdem gefördert werden.

Die Kostüme lehnen sich farbtechnisch an die Kostüme der „großen“ Funken an. Ebenfalls tragen unseren Jüngsten typische Funkenhüte und Pompons.

 

 

Die Hauptaufgaben beider bestehen in der Unterstützung des Prinzenpaares, Repräsentation des Karnevals am Faschingssonntag, der Organisation des reibungslosen Ablaufes während des Umzuges durch den Ort, Zusammenarbeit der Garden, Verwaltung der Kostüme für die Garden und Koordination der Garden.

Der Hauptmann hat die Farbwahl der Prinzengarde mit aufwendig verziertem und goldenem Schmuck an der Kleidung. Der Präsident orientiert sich an dem Kleidungsstil des Elferrates verbunden mit einer prunkvoll verzierten Narrenkappe in Gold/Weiß.

 

Kontakt

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